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Die Bedürfnisse meiner Kinder stehen an erster Stelle

Aktualisiert: 11. Sept. 2023

Mütter, die ihre Bedürfnisse wichtiger nehmen, als die der Kinder müssen ganz schnell mit harscher Kritik rechnen. In unserer Gesellschaft gehört es zum guten Ton, sich als Mutter aufzuopfern. Sich und die eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen.


Wer als gute Mutter gelten will, darf keine eigenen Bedürfnisse haben.


Das Wohl des Kindes wird damit gleichgesetzt, wie aufopferungsvoll die Mutter ist. Doch gleichzeitig beginnt sich eine Gegenbewegung breitzumachen. Es wird immer wie klarer, wie wichtig es ist, als Frau auch in der Mutterrolle gut für sich selber zu sorgen. Pausen zu machen und Zeit ohne ihre Kinder zu geniessen.


Doch genau dies fällt Müttern enorm schwer. Denn über Jahrzehnte wurde die Aufopferung zelebriert und vorgelebt. Oft wissen Frauen nicht, wie sie für sich selber sorgen und dabei gleichzeitig eine gute Mama sein können. Viel zu schnell treten ein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle auf.


Diese Gefühle lösen ein enormes Unbehagen aus und führen oft dazu, dass Frau sich diese Selbstfürsorge versagt.



Hier 3 Tipps, wie du damit umgehen kannst, wenn das schlechte Gewissen und die Schuldgefühle wieder in den Vordergrund treten:


  1. Nimm wahr, wie es sich in deinem Körper anfühlt. Wird es eng in der Brust? Verkrampft sich dein Kiefer? Drehen sich deine Gedanken nur noch um diese Situation? - Beobachte deine Wahrnehmung und versuche sie von der Bedeutung, die du ihr gibst zu lösen. Sie ist weder gut noch schlecht. Sie ist einfach da. - Diese Wahrnehmung rührt daher, dass dich den Nervensystem wieder zurück in Sicherheit wägen will. Da du von deiner erlernten Norm abgewichen bist, wird dir dein Körper zeigen, dass du dich eben nicht mehr in sicherem Gefielde aufhältst und will dich zurück in die Komfortzone verbannen. - Du kannst dir selber immer wieder sagen, dass diese Wahrnehmung zwar unangenehm ist. es jedoch KEINE Gefahr darstellt.

  2. Mache dir bewusst, welchen Mehrwert du deinen Kindern bietest, wenn du für deine Bedürfnisse sorgst. Was bringt es dir und deinen Kindern, wenn du gut für dich selber sorgst? Was ist der Gewinn für die ganze Familie? Bist du ausgeglichener? Entspannter? Und kannst du danach wieder mit ganzem Herzen mit deinem Kind spielen, während du zuvor jede weitere Interaktion mit deinem Kind als weiteren Task empfunden hattest? - Sei dir ausserdem deiner Vorbildfunktion bewusst. Wenn du selber auf deine Bedürfnisse achtest, wird dein Kind lernen, dass es in Ordnung ist für sich selber zu sorgen. Es kann so einen gesunden Umgang damit lernen.

  3. Wovor genau hast du Angst? Hinter dem schlechten Gewissen und den Schuldgefühlen steckt in der Regel eine Angst. Um welche Angst handelt es sich bei dir? Als Mama zu versagen? Deinen Kindern etwas "anzutun"? Egoistisch zu sein? Verurteilt zu werden? - Die Angst dahinter kann von Frau zu Frau ganz unterschiedlich sein. - Jeder Angst liegt ein Auslöser zu Grunde. Ein "Programm" das man aus dem eigenen Elternhaus und der Sozialität in der man aufwuchs, erhielt. Wird nun gegen dieses


Programm - diese auferlegten Werte - gehandelt, so beginnt sich ein Teil in dir zu wehren, denn er fühlt sich wie bereits bei Punkt 2 beschrieben, nicht mehr sicher. - Indem du deine Angst benennen kannst und vielleicht sogar den Auslöser und die Werte dahinter identifizierst, kann dein Unterbewusstsein die Gefahrenstufe anpassen und so Raum dafür schaffen, dass du deine Bedürfnisse mit einem


angenehmeren Gefühl erfüllen kannst.

Ein Leben, in dem deine Bedürfnisse immer hinten anstehen müssen, wird dich auslaugen und über kurz oder lang frustrieren. Dein inneres Feuer und dein wahres Selbst werden immer mehr in den Hintergrund geraten und manchmal kaum noch sichtbar sein. Der Alltag wird nur noch erledigt und diese eigene kindliche Freude und Beschwingtheit wird kaum noch Platz haben... so ging es mir auf jeden Fall, als ich all die Bedürfnisse anderer vor meine eigenen stellte...


Es gibt wundervolle Möglichkeiten die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen, ohne anderen etwas wegzunehmen. Ohne andere zu kurz kommen zu lassen. Seit dem ich mehr darauf Acht gebe, was ich brauche ist die Beziehung zu meinen Kindern noch intensiver und harmonischer geworden.



Möchtest auch du deinen Bedürfnissen den Raum geben, den sie verdienen? Dann schau dich hier um.


Herzlichst

Jasmin









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